Leitsymptome – Ein Handbuch für Studenten und Ärzte
Sobald man als Jungmediziner in den Klinikalltag hineinschnuppern darf, merkt man ziemlich schnell, dass die Kunst der Diagnosefindung keine einfache ist. Auch wenn es sich im Hörsaal so schön logisch und schlüssig angehört hat.
„Krankheit X à Symptom X“ – schon klar, doch spätestens bei der umgekehrten Überlegung „Symptom Y à …“ kommt man ins Grübeln, da man mit dieser Fragestellung meistens erst im klinischen Alltag konfrontiert wird. Bei dieser Problematik soll das Handbuch Abhilfe verschaffen.
Das Buch
Bereits auf den ersten beiden Seiten heißt den Leser eine Übersichtstabelle willkommen, die auf einem Blick das jeweilige Thema von A wie “Adams-Stokes-Anfall” bis “W wie Windpocken” mit dem dazugehörigen Leitsymptom aufzeigt. Auch Referenzwert-Junkies werden auf den nächsten Seiten fündig: Normwert-Tabellen reichend von Hämatologie über Klinische Chemie, Liquor, Urin und Stuhl bis zur Pleuraflüssigkeit und zu den Blutgasen sind hier zu finden.
Dann beginnt der Spaß mit der Suche nach der richtigen Differentialdiagnose. Die einzelnen Leitsymptome werden folgendermaßen aufbereitet: Definition, Ursachen, allgemeine Begleitsymptome, diagnoseweisende Begleitsymptome und Diagnostik.
Das Kapitel Diagnostik wird wiederum in Anamnese, Klinische Untersuchung, Labor und weiterführende Untersuchungen unterteilt.Zusätzlich findet man zu jedem Leitsymptom Merkkästchen mit wichtigen klinischen Infos, Praxistipps und häufigen Fehlern. Tabellen und Hintergrundwissen-Exkurse wie z.B. Hirnstammreflexe und die dazugehörigen Untersuchungstechniken sind ebenfalls zahlreich vertreten.
Positives
Nicht nur durch sein praktisches Format (es passt in jede Manteltasche), sondern auch durch das übersichtliche Layout überzeugt das Buch als hilfreiches Nachschlagewerk im klinischen Alltag.Auf einen Blick sind die unter dem Aspekt der Häufigkeit und Praxisrelevanz die wichtigsten Differentialdiagnosen und diagnostischen Schritte ersichtlich.
Die Leitsymptome reichen von A wie Adipositas bis Z wie Zyanose und sind übersichtlich gegliedert.Besonders für den Klinikalltag von Jungmedizinern eignet sich das „ABC der Leitsymptome“, da es auf unerlässliche Anamnese-Stichpunkte und entscheidende Hinweise bei der körperlichen Untersuchung hinweist, viele Praxistipps bietet und vor klassischen Fehlern warnt.
Negatives
An diesem handlichen „kleinen“, aber großen Helferlein gibt es praktisch nichts zu bemängeln. Natürlich ersetzt das Taschenbuch kein Innere- oder Neurobuch, doch diese passen auch kaum in eine Manteltasche.
Fazit
Klein, aber fein! Optimales Nachschlagewerk und „Lernbuch“ für den Klinikalltag von Jungmedizinern, um das in der Vorlesung Gelernte auch anwenden zu können.
Taschenbuch: 443 Seiten; 6. Auflage von Annemarie Hehlmanns
Verlag: Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH (11. März 2011)
ISBN: 978-3-437-42103-7
Größe: 19,2 x 12,4 x 2 cm
Preis: ca. 25,70 €
MS
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Kommentare
kann ich dir nur zustimmen!
Forum Moderator
So etwas wäre als App noch interessanter.
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Albert Einstein