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Rezension – Biologie; Neil A. Campbell, Jane B. Reece, Jürgen Markl (Hrsg.)

Der „Campbell“, die Biologiebibel, ist ein Standardwälzer, der jedem Biologiestudenten ein Begriff ist. Er gehört zu jenen Büchern, die in jeder Bibliothek zu finden sind, die man sich bei Bedarf allenfalls schenken lässt, jedoch keinenfalls selbst kaufen sollte, zumal nicht für die Vorbereitung auf den MedAt. Das kiloschwere Werk lässt sich außerdem nicht gut in der Jackentasche unterbringen.

Dafür kann man kaum einen umfassenderen und vollständigeren Fundus des biologischen Grundwissens finden. Das Buch ist sehr gut verständlich geschrieben und mit zahllosen bunten Abbildungen, Tabellen und Diagrammen versehen.

Der Übersichtlichkeit halber gibt es eine kurze Inhaltsangabe, die nur die Überkapitel auflistet und ein ausführliches Inhalhaltsverzeichnis, in dem auch die Unterkapitel zu finden sind. Beim schnellen Nachschlagen hilft außerdem ein Stichwortverzeichnis. Weiters gibt es am Anfang des Buches eine kurze Zusammenfassung seiner acht Teile.

Geliedert ist der Campbell also in 8 Teile und der rote Faden, an dem alles hängt, ist die Evolution. Es gibt eine sehr schöne Grafik am Anfang des Buches, die darstellt, wie alle Gebiete der Biologie miteinander verwoben sind.

Die 8 Teile behandeln die Themen „Die Chemie des Lebens“, „Die Zelle“, „Die Gene“, „Die Mechanismen der Evolution“, „Die Stammesgeschichte der biologischen Diversität“, „Form und Funktion der Pflanzen“, „Form und Funktion der Tiere“, und „Ökologie und Verhalten“. Am Ende jedes Teils findet der Leser ein Interview mit einem namhaften Wissenschaftler dieses Forschungsgebietes. Vor dem ersten Teil  steht außerdem ein allgemeines Kapitel, das sich mit der Biologie im allgemeinen, mit Forschung und wissenschaftlichem Arbeiten befasst.

Die ersten drei Teile sind für den MedAt auf jeden Fall relevant und es lohnt sich, sich mit diesen auseinander zu setzen. Dafür kann man die Pflanzen (VII) getrost weglassen. Bei den anderen Teilen sollte man sich die Stichwortliste der Medizinischen Universität Graz danebenlegen und abgleichen, welche Kapitel relevant sein könnten.

Im Anhang ist vor allem der Teil zu empfehlen, der Licht- und Elektronenmikroskop vergleicht (Anhang 4).

Ein großer Pluspunkt ist auch das ausführliche Glossar, das alle wichtigen Begriffe in alphabetischer Reihenfolge auflistet und jeden einzelnen erklärt.

Jedes Kapitel ist vom Aufbau her gleich. Es beginnt mit einer stichwortartigen, sehr knappen Zusammenfassung und einigen einleitenden Zeilen. Im Anschluss an den Lehrtext gibt es eine Zusammenfassung desselben, einige Quizfragen zur Selbstüberprüfung mit Antwortkasten sowie einige wenige Fragen die das jeweilige Thema des Kapitels mit den Themen Evolution, Forschung sowie Wissenschaft, Technik und Gesellschaft in Verbindung setzen. Diese Fragen erfordern etwas mehr Zeit und verlangen, dass man sich mit dem Stoff eingehender auseinandersetzt.

Weitere Aufgabenstellungen und eine interaktive Kapitelwiederholung finden sich auf der dem Buch beiliegenden CD-Rom oder der Internetseite www.campbell-biology.com).

Durch die übersichtliche und umfassende Aufarbeitung biologischen Grundwissens eignen sich Teile des Campbell (s.o.) sicherlich hervorragend für die Erarbeitung bestimmter Themengebiete im Fach Biologie oder als Nachschlagewerk zu diesen Themen. Personen, die sich auch über das Testwissen hinaus für die Biologie interessieren, werden ihre helle Freude an dem Buch haben und es gar nicht mehr weglegen wollen.

 

campbellPearson Studium

Biologie

Neil A. Campbell, Jane B. Reece, Jürgen Markl (Hrsg.)

6., aktualisierte Auflage

München 2006

ISBN: 978-3-8273-7180-5

Neu ab 99,95 €

Mascha

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