Die Sache mit der Volksverblödung


Die Hype um die H1N1-Impfung erreicht wahrscheinlich gerade seinen Höhepunkt, war zuletzt das alljährlich wiederkehrende Sommerloch Helfer in der Not verzweifelte Praktikanten um reißerische Schlagzeilen an den Chefredakteur zu liefern, so konnten zwar die letzten Wochen die Studentenproteste der Neuen Grippe Berichterstattung einen Riegel vorschieben, aber nachdem dort auch nichts Neues mehr passiert wird nun zu den bewährten Themen übergegangen.

Man kann zur Grippe stehen wie man möchte. Man kann sich impfen, ist vermutlich geschützt, sofern man keine Schäden von der Impfung von sich trägt (Nutzen/Risko?) oder lässt nicht impfen und hofft so wie viele Mitbürger auf ihr starkes Immunsystem und ein wenig Glück, nicht eine Woche lang bei der saisonalen Grippe bzw. 4-5 Tage bei der H1N1 Grippe im Bett liegen zu müssen. Nun denn, ist bei der Belegschaft der gesundheitlichen Einrichtung in Österreich momentan jedoch ein merkbarer Zustrom an verunsicherten Patienten zu spüren. Gestern gab es im Preyer'schen Kinderspital in Wien Favoriten rund drei Stunden Wartezeit, der Ärztefunkdienst, der zum Ausgleich des Hausarztes außerhalb der üblichen Ordinationszeiten telefonisch und mit mobilen Ärzten in der Nacht unter der Woche und am Wochenende rund um die Uhr erreichbar ist, meldete gestern ebenso verstärkt Anrufe und verhältnismäßig lange Wartezeiten.

Warum jetzt dieser harsche Begriff Volksverblödung? Dazu gibt es etliche Gründe, erstens gibt es bekannterweise zwei Medikamente, die gegen Grippe wirken. Das eine wir pausenlos in den Medien erwähnt, das andere eher nicht. Wo ist der Unterschied? Das bekannte Medikament kostet verschrieben in der Apotheke rund 40 Euro, das andere rund die Hälfte. Warum das billigere dennoch nicht so regen Zuspruch erhält ist unklar. Vielleicht ist die unübliche Art der Einnahme, es wird nämlich als feines Pulver direkt in die Lunge inhaliert und nicht geschluckt.

Zweiter Grund, warum man die Bevölkerung blöd im Regen stehen lässt ist folgender: die Medien schreien tagtäglich über neue unfassbar gefährliche Komplikationen bei ein, zwei vielleicht drei Patienten in Österreich auf, die an H1N1 erkrankt sind, wenige sind sogar gestorben. Weniger leicht beeinflussbare Menschen wird das wohl weniger beunruhigen, denn bekanntlicherweise sterben an der normalen Grippe alljährlich rund 4.000 Menschen.

Dritter und letzter Grund ist die Änderung im Schema der Zählungen neu aufgetretener H1N1 Verdachtsfälle, seit letzter Woche wird nämlich jeder Verdachtsfall als Krankheitsfall gewertet, Rachenabstriche um die vermeintliche Grippe als H1N1 Erkrankungen zu diagnostizieren, wird ebenso kaum mehr durchgeführt. Klarerweise müssen dann die vermeintlichen Erkrankungsfälle explosionsartig ansteigen.

Jetzt stellt man sich die Frage, warum ist es den Gesundheitsexperten auf der ganze Welt so wichtig, dass wir gegen eine vermeintlich harmlose Grippe geimpft werden und warum bauschen die Medien das Thema so extrem auf? Ist es die nicht definierbare Gefahr einer möglichen Mutation mit einem anderen Grippestamm? Oder der volkswirtschaftliche Schaden, wenn die halbe Bevölkerung mal für ein paar Tage krank ist? Oder wollen gar die Pharmafirmen der Menschheit einfach nur etwas Gutes tun? Oder ist es einfach das Spiel mit der Angst?

Man weiß es nicht so recht.

Alex
Männlicher Kommilitone im Semester Nummer 3, frisch nach der SIP 1. Durch den Zivildienst das Interesse zur Medizin entdeckt, EMS bestanden und an der MUW inskribiert. Berichterstattung angefangen über das alltägliche Leben an der Universität und ihren Begleiterscheinungen, anhand von eigenen Erfahrungen und Erfahrungsberichten von Kommilitonen. Gewohnt sarkastisch, überzogen, zynisch und manchmal auch ganz ernst.
Willkommen im Abenteuer Medizinstudium.

 

Kommentare

xephus User offline. Last seen 3 Wochen 5 Tage ago.
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Ich kann mich meinem Vorredner nur anschließen und hoffen, dass der Beitragsverfasser seine Worte vllt nochmals überdenkt und in einem kleinen Nachsatz/Ergänzung anführt.
Und man möge mir verzeihen aber folgendes muss nun schon auch gesagt werden. Wer als junger Student, der sicher von sich selber noch nicht behaupten kann, medizinisch global zu denken (der Beitrag bestätigt es wohl sehr schön), gleich mit solch einer Wucht und Hetze gegen "Volk", "Gesundheitsexperten", "Pharmafirmen" und andere schreibt. Darüber hinaus vor allem einseitige und unvollständige Berichterstattung anprangert aber im selbem Moment mit selbigen Praktiken seine Text aufbessert, dem würde ich in Zukunft nahe legen entweder aus verschiedenen Quellen zu lesen und sich differenziert zu informieren oder gar auf das Schreiben zu verzichten.
Und nein, die Begriffe zynisch, sarkastisch und überzogen sind keine modernen Schutzwälle die es einem entbehren ordentliche Quellen zu lesen und rational zu argumentieren.
Oder sollte man soetwas nicht nach SSM1 wissen? Wink
lG

powercraft User is online
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Der Blog hat nie darauf abgezielt wissenschaftliche Artikel zu publizieren, deswegen ist es auch ein Blog und kein Leitartikel. Leider wird er trotzdem vollkommen überbewertet, der Nachtrag von "nix_is" war ausgemacht und es wurde schon überlegtes als gemeinsamen pro/contra Artikel zu bringen. Wie du siehst wurde es so gelöst. Wenn dir der Blog zu einfach und zu unprofessionell ist empfehl ich dir als anscheinenden SSM 1 Anhänger besser im PubMed zu surfen.
Letztendlich wurde der Blogeintrag zu wenig ausformuliert, das seh ich voll und ganz ein, deswegen wie gesagt zum wiederholte Male, wurde auch der Kommentar hinzugefügt, der sich auch 100% mit der Meinung des Bloggers ergänzt.
Sofern du es gern besser kannst und es auch mitmachen möchtest bist du auch herzlich dazu eingeladen im Team mitzumachen und sei es nur als konstruktiver Kritiker.

These are the good times in your life,
so put on a smile and it'll be alright.

jjj User offline. Last seen 9 Wochen 4 Tage ago.
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naja gut...ich schreib ja auch keinen einseitigen artikel in einer zeitung, lasse dann ausgemachter weise in der nächsten ausgabe einen leserbrief mit gegendarstellung drucken und sag dann "nur mit leserbrief ist der artikel vollständig, war eh so ausgemacht". na klar kommt es da zu solchen kommentaren. darauf muss man sich gefasst machen, auch, wenn man "nur" einen blog schreibt und keinen leitartikel.
und ich finde eine solche meinung durchaus verzeihlich (vor allem, wenn man bedenkt, dass der blogverfasser im 3. semester ist - hatte man im ws überhaupt schon pharma? mikrobiologie? also ich habe da ganz bestimmt noch keine nebenwirkungen und verabreichungsformen von irgendwelchen pharmaka gewusst), nur finde ich die harsche wortwahl in kombination mit einer unfundierten meinung nicht unbedingt vorteilhaftt.
 
 

karoline2 User offline. Last seen 9 Stunden 34 Minuten ago.
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@ powercraft:
du solltest mal in deinen lernunterlagen für "ärtzliche gesprächsführung" die guidelines für das geben von  feedback durchlesen! Smile

powercraft User is online
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Ich habe mitbekommen, dass der Blog nicht deine Meinung widerspiegelt. Das ist okay.

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karoline2 User offline. Last seen 9 Stunden 34 Minuten ago.
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Smile KOS- Test sehr gut bestanden!
(DAS wäre doch mal ein thema, über das man sich auslassen könnte, oder?!)
[war das jetzt eine a, offene  b, geschlossene  c, suggestive  d, unklare frage???]

Der_Mann User offline. Last seen 1 Tag 11 Stunden ago.
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"Es gibt auch soetwas wie die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft."
 
Genau so isses nämlich. Gerade als zukünftige Mediziner kommen wir oft genug mit Menschen in Kontakt, die ein geschwächtes Immunsystem haben, und auch als Studenten bzw. Famulanten ist das nicht anders.
 
Zur Impfung selbst: habe mit am Freitag im Sanatorium Hera im 9. impfen lassen, war um halb 1 da, musste vielleicht eine halbe Minute warten, dann war alles erledigt. Super einfach, alles kein Problem. Hatte danach etwas etwas Kopfschmerzen und nen niedrigen Blutdruck, aber das war am Abend auch weg. Also nix mit bösen Komplikationen, oder, wie es ja auch gerne von Grippeimpfungen behauptet wird, eine Woche lang Fieber und Krankheitssymptome.

kerminator User offline. Last seen 1 Stunde 17 Minuten ago.
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Was ich meine ist: anscheinend dürftest du damals selbst mehr als unberuhigt gewesen sein.
Aber wer es jetzt is fällt für dich in die kategorie verblödet?

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kerminator User offline. Last seen 1 Stunde 17 Minuten ago.
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Interessant

Zitat:

Sofort öffnete ich das Hygienepaket und begann mich auszustatten um gegen die bösen Viren gewappnet zu sein.
Mit Schutzhaube, -brille, Atemschutzmaske und Gummihandschuhen augestattet gingen wir zu zweit gen Virenhölle

Zitat:

Auto in Desinfektionsmittel gebadet und unsere Hände in Sterilim getaucht, Tamiflu wurde auch verteilt.

Wann hat sich deine meinung gegenüber der schweinegrippe denn so drastisch geändert ?
siehe http://www.medizinstudium.at/blog/studenten-blog/alex/10989_mein-erlebni...
 

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dnaQ01 User offline. Last seen 16 Stunden 21 Minuten ago.
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grosse stoarkung!!!

karoline2 User offline. Last seen 9 Stunden 34 Minuten ago.
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@nix_is: Danke für Deinen, meiner Meinung nach, sehr guten Kommentar! Ich kann mich nur anschliessen.

jjj User offline. Last seen 9 Wochen 4 Tage ago.
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@ nix_is
wahnsinns kommentar, sehr aufschlussreich. vielen dank. mich hätten solche in beide richtungen gehenden argumente als leitbeitrag viel, viel mehr interessiert als impf-verschwörungstheorien im österreich/heute-stil. 

nix_is User offline. Last seen 1 Stunde 6 Minuten ago.
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Hier nur ein paar Anmerkungen von einer "anderen" Sichtweise auf die aktuellen Geschehnisse.
 
 
...sofern man keine Schäden von der Impfung von sich trägt (Nutzen/Risko?) oder lässt nicht impfen und hofft so wie viele Mitbürger auf ihr starkes Immunsystem und ein wenig Glück, nicht eine Woche lang bei der saisonalen Grippe bzw. 4-5 Tage bei der H1N1 Grippe im Bett liegen zu müssen
 
Ich hab von keinem einzigen "Impfschaden" durch den Impfstoff Celvapan gehört - das geistert meiner Meinung nur in Berichten von vernarrten Impfgegnern herum. Schmerzen an der Einstichstelle werte ich nicht als "Impfschaden", leichte Kopf- und Gliederschmerzen in 1 bis 10 von 100 Fällen entsprechen bei weitem nicht dem Verlauf der tatsächlichen Erkrankung. Ein einzelner Fall von Atemnot wurde bisher in Österreich berichtet - der Zusammenhang dieser Atemnot mit der Celvapan-Impfung konnte jedoch nicht gesichert werden.
 
Prinzipiell hat die Impfung gegen eine Erkrankung nicht unbedingt primär das Ziel die Infektion des Einzelnen zu verhindern, sondern die Infektionskette zu unterbinden und einer weiteren Streuung entgegenzuwirken.  (Nur zur Info: in den USA gibt es eine Impfpflicht - es gibt daher dort auch weniger Masernfälle als in Österreich (sic!), Impfungen helfen auch Krankheiten auszurotten; gäbe es Impfungen nicht, hätten wir immer noch hierzulande gegen Pocken oder Kinderlähmung zu kämpfen)
 
Impfungen sind immer eine Nutzen-/Risko-Frage. Bei den meisten Impfungen steht der Nutzen gegenüber dem Risiko weit im Vordergrund. Sollte laut Studien dieser Nutzen nicht mehr gegeben sein, wird diese auch nicht weiter empfohlen (siehe Tuberkuloseimpfung!).
 
 
Gestern gab es im Preyer'schen Kinderspital in Wien Favoriten rund drei Stunden Wartezeit, der Ärztefunkdienst, der zum Ausgleich des Hausarztes außerhalb der üblichen Ordinationszeiten telefonisch und mit mobilen Ärzten in der Nacht unter der Woche und am Wochenende rund um die Uhr erreichbar ist, meldete gestern ebenso verstärkt Anrufe und verhältnismäßig lange Wartezeiten.
 
Nicht nur der ÄFD und das Preyersche KSP haben erhöhte Anfragen, es läuft seit zumindest 2 Wochen so ziemlich in allen (Allgemeinmed.-)Ordinationen österreichs gleich ab.
 
 
Warum jetzt dieser harsche Begriff Volksverblödung?
 
Als Arzt hat man eine gewisse Aufklärugnspflicht der Bevölkerung gegenüber. Die Medien verwirren, das ist klar - zum Beruf des Arztes gehört es unter anderem auch die Sorgen der Patienten ernst zu nehmen, einzudämmen und ein wahrheitsgetreues Bild zu vermitteln. Ohne medizinische Vorkenntnisse ist es schwierig mit der Medienhysterie adäquat umzugehen. Als "Verblödung" würde ich Unwissenheit und Angst nicht bezeichnen.
 
 

Dazu gibt es etliche Gründe, erstens gibt es bekannterweise zwei Medikamente, die gegen Grippe wirken. Das eine wir pausenlos in den Medien erwähnt, das andere eher nicht. Wo ist der Unterschied? Das bekannte Medikament kostet verschrieben in der Apotheke rund 40 Euro, das andere rund die Hälfte. Warum das billigere dennoch nicht so regen Zuspruch erhält ist unklar. Vielleicht ist die unübliche Art der Einnahme, es wird nämlich als feines Pulver direkt in die Lunge inhaliert und nicht geschluckt.

 
Tamilflu (Oseltamivir) wird oral resorbiert, Relenza (Zanamivir, also das "billigere") nicht und muss daher inhaliert werden - bei sensiblen Personen kann das inhalieren des Medikaments einen Bronchospasmus auslösen und so lebensgefährlich werden. Tamiflu hat zumeist gastrointestinale Nebenwirkungen. Die Influenza A/H1N1 verläuft nach den meisten Berichten und meinen persönlichen Erfahrungen eher so milde, dass so ein Neuraminidasehemmer selten notwendigerweise indiziert ist.
Gegen Grippe wirken beide nicht, sie hemmen nur die Virusreplikation - sprich die Einnahme macht nur in den ersten 48h Sinn in denen die Viruslast noch ansteigt; danach ist die Einnahme sinnlos. Grippesymptome werden durch die verminderte Virenlast etwas abgeschwächt, die Krankheitsdauer 1-2 Tage verkürzt.
 
 
...die Medien schreien tagtäglich über neue unfassbar gefährliche Komplikationen bei ein, zwei vielleicht drei Patienten in Österreich auf, die an H1N1 erkrankt sind, wenige sind sogar gestorben. Weniger leicht beeinflussbare Menschen wird das wohl weniger beunruhigen, denn bekanntlicherweise sterben an der normalen Grippe alljährlich rund 4.000 Menschen
 
Das stimmt und grippetote werden jedes jahr von den Medien aufgeschnappt. Momentan ist eben gerade A/H1N1 der aktive Influenza-Stamm. Die herkömmliche Influenza-A hat üblicherweise erst später seine Höhepunkte.
 
 
Änderung im Schema der Zählungen neu aufgetretener H1N1 Verdachtsfälle, seit letzter Woche wird nämlich jeder Verdachtsfall als Krankheitsfall gewertet, Rachenabstriche um die vermeintliche Grippe als H1N1 Erkrankungen zu diagnostizieren, wird ebenso kaum mehr durchgeführt. Klarerweise müssen dann die vermeintlichen Erkrankungsfälle explosionsartig ansteigen...
 
Diese Entscheidung kam nicht aus dem Nichts heraus - Grund dafür war die starke Zunahme von über 50% der positiven Abstriche in 2 aufeinanderfolgenden Wochen - da sich eine Viruserkrankung nicht linear, sondern exponentiell ausbreitet, ergab sich aus den Hochrechnungen der Beginn einer Epidemie. Dementsprechend werden Abstriche nurmehr wie gewohnt nach dem DINÖ-System durchgeführt (DINÖ=Diagnostisches Influenza Netzwerk Österreich www.influenza.at - durch speziell eingebunde Allgemeinmediziner die stellvertretend für alle anderen Abstriche machen). Da momentan kein kaum ein anderes Virus mit diesen Symptomen (plötzliches Fieber>38,5°C, Husten, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Gastroenteritis) aktiv ist, sind Erkrankungen diesem Stamm zuzuordnen. (Natürlich sollte man auch richtig diagnostizieren - nicht jeder Schnupfen und Husten sind eine Influenza!!)
 
 
Jetzt stellt man sich die Frage, warum ist es den Gesundheitsexperten auf der ganze Welt so wichtig, dass wir gegen eine vermeintlich harmlose Grippe geimpft werden und warum bauschen die Medien das Thema so extrem auf? Ist es die nicht definierbare Gefahr einer möglichen Mutation mit einem anderen Grippestamm? Oder der volkswirtschaftliche Schaden, wenn die halbe Bevölkerung mal für ein paar Tage krank ist? Oder wollen gar die Pharmafirmen der Menschheit einfach nur etwas Gutes tun? Oder ist es einfach das Spiel mit der Angst?
 
Es gibt auch soetwas wie die Verantwortung gegenüber der Gesellschaft. Viele Menschen haben Grunderkrankungen, ein geschwächtes Immunsystem, haben stets Kontakt zu Kindern, sind Schwanger usw und haben daher ein gewisses Risiko an einer Folgeerkrankung ausgelöst durch eine Influenza zu sterben (nicht die Grippe tötet, sondern die Folgeerkrankung - Pneumonien, Exsikkose und daraus resultierendem MCI, ... ) gerade auch als Mitglieder des Gesundheitssystem geht es primär nicht darum die Erkrankung des Individuums zu verhindern, sondern die Streuung und Ausbreitung innerhalb eines geschwächten (Patienten-)Millieus zu verhindern.
Also zum Punkt gebracht: allen ist klar dass ein gesunder Mensch wie vermutlich du und ich nicht an einer Grippe an sich sterben wird - es geht hier um weit mehr als das Schicksal des Einzelnen. Nur so als Denkanstoß.
 
Liebe Grüße von jemanden der sich gerade täglich mit dem "verblödeten Volk" herumschlagen muss.

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